Nach unserer Ankunft galt es zuerst unsere Umgebung am Wohnheim, am Arbeitsort und selbstverständlich die Stadt Zwickau zu
erkunden. Unser erster Ausflug am 22. Mai 8.00 Uhr ging deshalb durch die Stadt Zwickau. Die Reiseführerin, Frau Bärbel
Bischoff, führte die Stadtbesichtigung an. Unser erster Halt war am "Alten Gasometer", der zum ältesten Gaswerk Zwickaus
gehörte. Der Zwickauer Mulde folgend, einem Flüsschen welches durch Zwickau fließt, ging es dann zum Denkmal des bekannten
deutschen Komponisten Robert Schumann. Von hier aus wanderten wir zur Marienkirche.
Von unserer Reiseführerin erfuhren wir viel über die abwechslungsreiche Geschichte dieses Baudenkmals, welches das Stadtbild
mit prägt. Natürlich stand an diesem Nachmittag auch die Turmbesteigung mit auf dem Programm. Von der Turmspitze aus konnten
wir bei schönem Wetter die Aussicht auf Zwickau genießen.
Berlin
Bereits in der ersten Woche ging es nach Berlin, in die Hauptstadt Deutschlands. Bereits um 6.00 Uhr sind wir von Zwickau mit
dem Bus gestartet. Das bedeutete frühes Aufstehen. Schon vier Stunden später standen wir in Berlin. Der erste
Tagesordnungspunkt war der Besuch des "Alten Museums". Hier ist ägyptische Kunst ausgestellt und darüber hinaus sind romanische,
griechische und orientalische Skulpturen zu sehen. Der Berliner Dom, in unmittelbarer Nähe, wurde im Jahr 1905 fertig gestellt.
Im Keller des Domes befindet sich ein Grabgewölbe der Hohenzollern - Dynastie. Unser Weg führte uns dann in das DDR-Museum.
Neben vielen interessanten Gegenständen aus der DDR-Epoche war auch ein bisschen der Alltag in der DDR erlebbar. Danach
schlenderten wir über den Alexanderplatz mit dem "Fernsehturm", der "Weltzeituhr" und dem Neptun-Brunnen und seinen Fontänen.
Alle Bauwerke gehören zu den typischen Berliner Symbolen. Bei einem Berlinbesuch sollte man sie unbedingt besichtigen. Übrigens,
der Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk in Deutschland. In der oberen Ebene gibt es ein in sich drehendes
Restaurant sowie eine Aussichtsplattform für die Besucher. Auch die Fahrt mit der U-Bahn zum Brandenburger Tor war ein kleines
Erlebnis. Als letzte Attraktion des Tages stand der deutsche Reichstag auf dem Programm. Hier ist heute der deutsche
Bundestag, das höchste Parlament Deutschlands, untergebracht. Er ist ein weiteres Wahrzeichen von Berlin. Nach der
Wiedervereinigung Deutschlands und dem Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin wurde der Reichstag zum wichtigsten
Staatsgebäude. Er besitzt eine gläserne Kuppel, die täglich von tausenden Touristen besucht wird. Um 19.00 Uhr haben wir mit
dem Bus unsere Heimreise nach Zwickau angetreten. Mit vielen Eindrücken versehen sind wir um Mitternacht, glücklich aber auch
müde, an unserer Unterkunft angekommen.
Dresden
In der zweiten Woche führte uns ein Ausflug in die sächsische Landeshauptstadt nach Dresden. Vom Wohnheim ging es gegen 8.00
Uhr in Richtung Hauptbahnhof. Kaum dort angekommen stiegen wir in den Zug nach Dresden. Die Fahrt von 1,5 Stunden verging
schnell. In Dresden besichtigten wir als erstes das Verkehrsmuseum. In dieser Ausstellung befinnden sich unter anderem
die ersten Automodelle, originale Doppeldecker-Flugzeuge, Eisen- und Straßenbahnwagen, eine Schwebebahn und Modelle von Binnen-
und Hochseeschiffen.
Von dort aus führte uns unser Weg in die Dresdner Altstadt, vorbei an der neu aufgebauten Frauenkirche, mehreren
Schlossgebäuden und den Pulverturm. Über die bekannte Brühlsche Terrasse, mit ihrem schönen Blick auf die Elbe, sind wir ebenfalls
gelaufen. Als nächstes erwartete uns das "Grüne Gewölbe". Es gehört zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und ist eine
der reichsten Sammlungen von Juwelen in Europa. Die historische Museumssammlung der ehemaligen Schatzkammer
der Wettiner Fürsten wurde von Herzogs Moritz zum Kurfürsten im Jahr 1547 erbaut. Der Dresdner Zwinger, mit seinem Wahrzeichen,
dem teilweise vergoldeten Kronentor, befindet sich gleich neben dem Grünen Gewölbe. Der Zwinger ist ein Gebäudekomplex mit
Gartenanlagen in Dresden. Das unter der Leitung des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar
Permoser errichtete Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei gehört zu den bedeutenden Bauwerken des Barocks und
ist neben der Frauenkirche das bekannteste Baudenkmal in Dresden. Unser Rückweg zum Bahnhof führte uns am Dresdner Fürstenzug
vorbei. Der Fürstenzug ist ein überlebensgroßes Bild eines Reiterzuges. Aufgetragen auf rund 23.000 Fliesen aus Meißner
Porzellan ziert es eine Rückwand des Dresdner Residenzschlosses. Er ist mehr als 100 Meter lang und stellt die
Ahnengalerie der sächsischen Herrscher, zwischen 1127 und 1904, dar. Gegen 17.00 Uhr ging es dann mit dem Zug zurück in die
Zwickauer "Heimat".
Brauerei Mauritius
Es ist etwas außergewöhnlich, aber einen Teil des Kindertages, am 1. Juni, haben wir in der Mauritius Brauerei verbracht. Der
Braumeister berichtete über die Geschichte der Brauerei. Sie gehört übrigens zu den ältesten Fabriken der Stadt ist aber
auch sehr modern, wie wir feststellen konnten. Mit dem Besichtigung haben wir die Herstellung des begehrten "Gerstensafts"
von Anfang bis zum Ende kennenlernen dürfen und darüber hinaus noch eine Menge interessantes über das Bier. Das Beste für
alle war bestimmt die Verkostung.
Horch Museum
Für den 30. Mai war eine Exkursion ins Horchmuseum geplant. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zu unserer Arbeitsstelle.
Hier ist mit originalen Fahrzeugen und Ausstellungsstücken die Geschichte der Automobilmarken Horch, Wanderer und Audi
dargestellt, die bis in die jüngste Vergangenheit reicht. Wir hatten Chance, antike Horchautos zu sehen, und uns mit ihnen zu
fotografieren. Ein etwas anderes aber schönes Erlebnis.
Freizeit
In unserer Freizeit hatten wir eine Vielzahl an Möglichkeiten die Langeweile zu vertreiben. Im Wohnheim gab es einen
Billard-Tisch, wir konnten Tischtennis spielen, es gab einen Fitnesszentrum, Zimmer mit TV-Geräten und ein Computerzimmer. An
jedem Mittwoch haben wir mit deutschen Jugendlichen Fußball gespielt und samstags konnten wir grillen. Am 05. Mai waren wir
im Freibad. Zwickau hat mehrere Schwimmhallen wobei das Johannisbad
zu den außergewöhnlichsten gehört.