Unser Berufspraktikum begann am 18. Mai 2015. Unsere Betreuer, Frau Aneta Sadrak, Herr Piotr Paluch und
Frau Monika Lipska-Klos, sind mit uns nach Zwickau gefahren. Im Ausbildungszentrum der FAW gGmbH Zwickau haben wir
in dieser Zeit gelernt und gearbeitet.
Für die verschiedenen Fortbildungskurse, wurden wir in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe bestand aus elf
Mechatronikern und die zweite Gruppe aus neun Informatikern und Elektronikern. Unser Unterricht und das Praktikum erfolgten
in verschiedenen, sehr gut ausgestatteten Ausbildungsstätten.
Erste Woche

Hier war Ziel der Ausbildung der Informatiker und Elektroniker, mit dem Computerprogramm TopCAD ein 3D Modell zu erstellen,
und damit die CNC-Werkzeugmaschinen zu programmieren. Deshalb wurde uns in den ersten Tagen im Wesentlichen die die
CNC-Programmierung und die Funktionsweise der Pneumatik-Steuerung gelehrt. Für die folgenden Tage waren Projektarbeiten geplant.
Auf einer Fräsmaschine, Mikron UCP 800 Duro, wurden vor der eigentlichen Bearbeitung eines Werkstücks, die einzelnen
Bearbeitungsschritte simuliert. Am Ende Woche haben wir dann, die von uns programmierte Schachfigur und das Fußballermodell
mit einer Drehmaschine und einer Fräse gefertigt.
Zur gleichen Zeit hatte die Mechatroniker-Gruppe Pneumatik Unterricht. In diesem Unterricht konnten wir das in unserer Schule
erlernte Wissen und die Fähigkeiten gut anwenden und erweitern. Wir entwickelten mit Logikgatter, Zylinder und Sensor mehrere
Pneumatik-Vorrichtungen.
Zweite Woche

In der zweiten Woche wechselten wir die Unterrichts- und Werkstatträume.
Die Mechatroniker Gruppe hatte CNC-Unterricht und die Gruppe der Informatiker und Elektroniker ging in die Mechatronik-Werkstatt.
Nun konnt auch diese Gruppe ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und entsprechend ihrer Aufgabenstellung, einfache pneumatische
Vorrichtungen mit den zur Verfügung stehenden Baugruppen entwickeln.
Nach ersten Fehlern und trotz der "Sabotageversuche" von Herr Geisler hat auch diese Pneumatik Vorrichtung
an Ende fehlerfrei gearbeitet.
Dritte Woche

In der dritten Woche hat die Gruppe der Informatiker und Elektroniker in Übungen verschiedene elektronische Steuerungen
entwickelt. Herr Illing unterstützte uns mit Rat und Tat. Die Programmierung einer PLC-Steuerung mit einem PC und dem
Programm LOGO stand als nächstes auf dem Plan. In dieser Zeit saßen wir nicht nur am PC. Auch unsere handwerklichen
Fähigkeiten wurden geschult. Von dieser Gruppe wurde ein Übungsmodell für eine Zylinder-Steuerung hergestellt. Dazu haben
wir gelötet, gebohrt, geklebt und montiert. In unserer letzten Übung haben wir ein Rikscha-Fahrer-Modell gebastelt. Das Ziel
dieser Übung war es, nicht nur Kreativeität beim Basteln zu beweisen, sondern auch verschiedene Löttechniken anzuwenden. So hatten
wir während der Arbeit Spaß und konnten uns gleichzeitig neue Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen.
Die Mechatronik-Gruppe hatte inzwischen Elektropneumatik Unterricht. Sie erlernten hier den Umgang mit Schemen,
Diagrammen und Algorithmen und deren praktische Umsetzung. Diese Gruppe stellte fest, dass der Einsatz von Elektronik mehr
Möglichkeiten der Steuerung bietet. Auch dieser Unterricht war sehr interessant für uns.
Vierte Woche

In der vierten Woche haben die Gruppen erneut gewechselt. Die Elektroniker und Mechatronikern hatten gemeinsam Unterricht.
Mit einem PC und dem entsprechenden Programm wurde mit Siemens Step7 eine PLC-Steuerung für verschiedene Anwendungen
programmiert.
In der gleichen Zeit konnten die Informatiker ihre Kenntnisse auf dem Gebiet des Webdesigns und der Bildbearbeitung anwenden
und erweitern. Ihre Aufgabe war es, über die schönen, anstrengenden und abwechslungsreichen Wochen, die wir in in Zwickau
verbracht haben, auf der Webseite unserer Schule zu berichten.
Mit diesem Praktikum haben nicht nur eine Menge über die Bedienung und Steuerung verschiedener Werkzeugmaschinen und
Computer gelernt. Wir konnten gleichzeitig Land und Leute etwas näher kennen lernen. Leider endete das Praktikum bereits
am 12. Juni 2015. Fröhlich und ausgestattet mit vielen neuen Eindrücken, vielleicht auch mit etwas Heimweh, fuhren wir
zurück in unsere polnische Heimat.